Erste Gedenkfeier auf der Grabstätte „Aller-Seelen-Ruhe“ in Verden
Sechs Namen. Sechs Lebenswege. Sechs Menschen, deren Leben ganz unterschiedlich verlaufen ist und die doch eines verbindet: sie haben ihre letzte Ruhestätte auf der Grabstätte „Aller-Seelen-Ruhe“ gefunden. Am Donnerstag, 10. September, wurde auf dem Domfriedhof Verden erstmals mit einer Gedenkfeier an sie erinnert.
Die Grabstätte wurde eingerichtet für Menschen, die nach ihrem Tod keinen Ort haben, an dem Angehörige, Freunde oder Wegbegleiter von ihnen Abschied nehmen und ihrer gedenken können. Die Gedenkfeier wurde vom Kirchenkreis Verden und dem Diakonischen Werk gemeinsam gestaltet.
Zu Beginn der Feier erklang „Tears in Heaven“. Nach der Begrüßung und einem gemeinsamen Lied richtete Superintendent Fulko Steinhausen den Blick auf die sechs Menschen, an die an diesem Tag erinnert wurde.
„Am Ende, im Tod, steht immer ein gelebtes Leben. Ein Leben, das Würde hat und Würde verdient, ganz egal, wie es verlaufen ist“, sagte Superintendent Fulko Steinhausen in seiner Ansprache.
Anschließend wurden die Namen der sechs Verstorbenen in der Reihenfolge ihres Todes verlesen. Zwischen den Namen erklang jeweils eine Klangschale.
Im Anschluss konnten die Besucherinnen und Besucher selbst Kerzen entzünden, während Popkantor Micha Kending die Zeit des Gedenkens musikalisch begleitete.
Danach ging die Gruppe gemeinsam zum Grabfeld. Dort wurde ein Gesteck des Kirchenkreises niedergelegt. Eine Lesung und altirische Segensworte schlossen die Feier ab:
„Den tiefen Frieden im Rauschen der Wellen wünsche ich dir.
Den tiefen Frieden im schmeichelnden Wind wünsche ich dir.
Den tiefen Frieden über dem stillen Land wünsche ich dir.“
Die Gedenkfeier soll künftig jedes Jahr am zweiten Donnerstag im September stattfinden.