Regionalbischöfin Sabine Preuschoff zu Gast bei der Kirchenkreiskonferenz
Einmal im Monat kommen Pastorinnen, Diakone und Mitarbeitende aus dem Kirchenkreis Verden zur Kirchenkreiskonferenz zusammen – zum Austausch, zur Planung und zur Gemeinschaft. Im März war die Runde besonders: Regionalbischöfin Sabine Preuschoff, zuständig für den Sprengel Stade, war zu Gast und nutzte die Gelegenheit, den Kirchenkreis Verden persönlich kennenzulernen.
Kennenlernen auf Augenhöhe
Neben den regulären Tagesordnungspunkten stand vor allem das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Die Mitarbeitenden hatten vorab Fragen an die Regionalbischöfin gesammelt, die sie in der Runde offen und persönlich beantwortete. Sabine Preuschoff betonte, dass sie die Vielfalt im Kirchenkreis als Bereicherung sieht und dass sie sich als Repräsentantin der Einheit der Kirche versteht, nicht als Kontrollinstanz.
Kirche, die sich verschenkt
Besonders deutlich wurde ihre Vision von Kirche: offen, großzügig, da für alle Menschen – nicht nur für Gemeindemitglieder. Volkskirche bedeutet für sie, Hoffnung zu säen und Sprachfähigkeit zu schaffen, also Menschen zu helfen, wieder über Glauben sprechen zu können. Sie sieht ihre Rolle als Begleiterin, Ratgeberin und Impulsgeberin, die auch in Konflikte nicht scheut, sondern anspricht. Ein Satz, den sie mitbrachte und der in der Runde nachhallte: „Jemandem die Wertschätzung eines Konfliktes geben."
Übergänge gestalten, Räume öffnen
Ein weiteres Thema war das Mitgestalten von Übergängen – etwa wenn Kirchen entwidmet werden und es darum geht, diesen Prozess nicht nur organisatorisch, sondern auch seelsorgerlich zu begleiten. Freiheit und Ermöglichungsräume zu schaffen, war ein Gedanke, der sich durch das Gespräch zog: Kirche nicht als Institution, die einengt, sondern als Raum, der Möglichkeiten eröffnet.
Was sie sich wünscht
Von den Mitarbeitenden im Kirchenkreis wünscht sich Sabine Preuschoff vor allem eines: echten Kontakt. Vertrauen, Offenheit – und ehrliche Kritik, gerne mit einem konkreten Vorschlag zum Bessermachen. Ihre Haltung lässt sich vielleicht so zusammenfassen: Gemeinsam unterwegs sein, mit Grundloyalität zur Kirche und neidloser Anerkennung füreinander.
Der Kirchenkreis Verden freut sich auf den gemeinsamen Weg.